Das Wort sagt genau das aus, was es ist. Der Blut­zu­cker gibt wirk­lich an, wie viel Trau­ben­zu­cker (Glu­co­se) in unse­rem Blut vor­han­den ist.

Wofür ist der Blutzucker wichtig?

Als Blut­zu­cker bezeich­net man die Kon­zen­tra­ti­on von Glu­co­se im Blut. Das Gehirn, das Nie­ren­mark und vor allem die roten Blut­kör­per­chen sind qua­si süch­tig nach Glu­ko­se. Zustän­dig für die Regu­lie­rung des Blut­zu­ckers ist die Bauch­spei­chel­drü­se. Sie misst stän­dig den Glu­ko­se­an­teil im Blut. Ist ihr der Blut­zu­cker­spie­gel zu hoch, schickt sie das Hor­mon Insu­lin in den Kampf, ist ihr der Wert zu nied­rig (Unter­zu­cke­rung) schickt sie Glu­ka­gon ins Rennen.

Die Maß­ein­heit für den Anteil der Glu­ko­se im Blut wird auf zwei­er­lei Arten gemes­sen in mmol/l = Mil­li­mol pro Liter und in mg/dl = Mil­li­gramm pro Dezi­li­ter (1/10 Liter). Der Nor­mal­wert des Blut­zu­ckers liegt zwi­schen 80 und 110 mg/dl.

Falls Sie ein­mal zur Blut­ab­nah­me bzw. Mes­sung müs­sen, essen Sie zum Früh­stück kein Nutel­­la-Brot, denn wenn das Blut aus dem Labor zurück­kommt, sind Sie hoch­gra­dig Dia­be­ti­ker, weil der Blut­zu­cker­spie­gel dadurch enorm ansteigt. Es hängt also auch stark von der Ernäh­rung ab, wie hoch der Blut­zu­cker­spie­gel im Blut ist.

Wie wird der Blutzuckerwert gemessen?

Pati­en­ten mit Typ-1-Dia­­be­­tes, Typ-2-Dia­­be­­tes oder Typ-3-Dia­­be­­tes haben meist ein Blut­zu­cker­mess­ge­rät zu Hau­se. Denn Dia­­be­­tes-Pati­en­­ten soll­ten die Blu­t­­zu­­cker-Selbst­­kon­­trol­­le täg­lich durch­füh­ren, um Ihre Ernäh­rung oder auch Insu­­lin-Dosis dar­an anzu­pas­sen. Abwei­chun­gen soll­ten bei Ihrem behan­deln­den Arzt abge­klärt werden.

Eine der häu­figs­ten Fra­gen zu die­sem The­ma ist, wie man die nicht-inva­­si­­ve Metho­de zu Hau­se durch­füh­ren kann. Dabei funk­tio­niert das Blu­t­­zu­­cker-Mes­s­­ge­rät ziem­lich sim­pel und lässt sich in weni­gen Schrit­ten erklären:

  1. Um den Blut­zu­cker­wert mes­sen zu kön­nen, benö­ti­gen Sie ihr Blut, nicht viel, in der Regel reicht ein Tropfen.
  2. Da Sie ger­ne einen genau­en Wert erhal­ten möch­ten, ein­mal die Hän­de mit war­mem Was­ser waschen, es könn­ten sich ja noch zucker­hal­ti­ge Rück­stän­de auf der Haut befin­den, die nicht mit gemes­sen zu wer­den sollten.
  3. Ent­neh­men Sie einen Test­strei­fen aus der Dose und ste­cken ihn in das Messgerät.
  4. Mit der Stech­hil­fe suchen Sie sich einen Fin­ger aus, aus dem Sie Blut ent­neh­men wol­len. Der Dau­men und der Zei­ge­fin­ger sind tabu. Die Ein­stich­stel­len an die­sen Fin­gern stö­ren län­ger als sie sollen.
  5. Set­zen Sie mit Ihrer Stech­hil­fe an der Sei­te einer Fin­ger­bee­re als Fin­ger­kup­pe an (Das ist die flei­schi­ge Vor­wöl­bung des Fin­ger­end­glie­des oder ein­fa­cher aus­ge­drückt; es ist der Teil des Fin­gers, der für einen Fin­ger­ab­druck infra­ge kommt).
  6. Ab jetzt wird alles aus­ge­schlos­sen, was dabei schief gehen kann, zu tief gesto­chen, nicht genug tief gesto­chen, Gewe­be­flüs­sig­keit ausgetreten.
  7. Der Ide­al­fall tritt ein, Blut kommt her­aus. Sobald der Bluts­trop­fen erscheint, hal­ten Sie ihr Gerät mit der Auf­trags­flä­che des Test­strei­fens an den Blutstropfen.
  8. Nach weni­gen Sekun­den wird das Ergeb­nis angezeigt.

Falls Sie sich im Ablauf nicht sicher sind und Fra­gen offen­blei­ben, besu­chen Sie uns. Wir beant­wor­ten Ihre Fra­gen ger­ne und hel­fen Ihnen beim Mes­sen des Blut­zu­ckers. Wir zei­gen Ihnen auch ger­ne häu­fi­ge Feh­ler beim Mes­sen auf und geben Ihnen wei­te­re Infor­ma­tio­nen, wie Sie Ihren Blut­zu­cker­spie­gel in der Waa­ge hal­ten kön­nen. Bei Ver­dacht auf Dia­be­tes soll­ten Sie natür­lich die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se der The­ra­pie mit Ihrem Arzt besprechen.