Wer klei­ne Kin­der hat, der weiß, wie ger­ne sie drau­ßen her­um­to­ben, mit ihren Gum­mi­stie­feln jede kleins­te Pfüt­ze fin­den und auf die höchs­ten Gerüs­te auf dem Kin­der­spiel­platz wol­len. Das wol­len sie bei jedem Wet­ter, ob es kalt ist oder warm. Des­halb sind sie häu­fig erkäl­tet, häu­fig mit einem fie­sen Schnup­fen dabei. Damit sie schnell wie­der fit wer­den, soll­ten sie sich aus­ru­hen und viel trin­ken. Aber wenn sie auf­grund einer ver­stopf­ten Nase nicht schla­fen kön­nen, sich in ihrem Kin­der­bett hin und her wäl­zen, könn­te ein abschwel­len­des Nasen­spray für sie eine ech­te Erleich­te­rung bedeu­ten. In Ihrer Apo­the­ke fin­den Sie ver­schie­de­ne Schnup­fen­mit­tel, die die abschwel­len­den Wirk­stof­fe in kind­ge­rech­ter Dosie­rung enthalten.

Klas­si­sches Nasenspray

Vie­le Schnup­fen­mit­tel gegen eine ver­stopf­te Nase ent­hal­ten den Wirk­stoff Xylo­me­ta­zo­lin oder den Wirk­stoff Oxy­me­ta­zol­in­hy­dro­chlo­rid, der die Schleim­häu­te abschwel­len lässt, sodass das Kind nach kur­zer Zeit wie­der frei durch­at­men kann. Da eine Über­do­sie­rung des Wirk­stof­fes erns­te Fol­gen haben kann, muss das Prä­pa­rat für die rich­ti­ge Alters­stu­fe geeig­net sein. Es gibt Prä­pa­ra­te spe­zi­ell für Säug­lin­ge, Klein­kin­der und Schul­kin­der. Kei­nes­falls soll­ten Kin­der Nasen­sprays für Erwach­se­ne bekom­men. Die Hin­wei­se zu Dosie­rung und Anwen­dung soll­ten unbe­dingt beach­tet wer­den. Lesen Sie den Bei­pack­zet­tel von der ers­ten bis zur letz­ten Zei­le und las­sen Sie sich gut von Ihrem*r Apotheker*in beraten!

Sol­che Nasen­sprays soll­ten nur über weni­ge Tage ange­wen­det wer­den, ohne einen Arzt zu kon­sul­tie­ren. Der Schnup­fen von Säug­lin­gen soll­te unbe­dingt immer von einem Arzt abge­klärt werden.

Salz­hal­ti­ge Nasensprays

Bewährt haben sich auch Nasen­sprays auf Basis von salz­hal­ti­gen Lösun­gen, wie zum Bei­spiel Koch­salz­lö­sung und Meer­was­ser. Der ent­schei­den­de Vor­teil die­ser Nasen­sprays liegt in ihrer Anwen­dung. Die­se Nasen­sprays kön­nen bei Bedarf dau­er­haft ange­wen­det wer­den. Die iso­to­ni­sche (grie­chisch: glei­che Span­nung oder glei­cher Druck) Salz­lö­sung befeuch­tet die gereiz­ten Schleim­häu­te und rei­nigt sie gleich­zei­tig. Prä­pa­ra­te mit einer höhe­ren Salz­kon­zen­tra­ti­on, hyper­to­ne Nasen­sprays haben auch zusätz­lich abschwel­len­de Effekte.

Kurz erklärt: Hyper­ton bedeu­tet, dass der Salz­ge­halt der Lösung höher ist als in den Zel­len und Kör­per­flüs­sig­kei­ten. Die hyper­to­ne Lösung als Spray, Trop­fen oder Spü­lung ver­ab­reicht, sorgt dafür, dass der Schleim­haut über­schüs­si­ges Was­ser ent­zo­gen wird und sie dadurch abschwillt. Das phy­si­ka­li­sche Prin­zip hin­ter die­sem Vor­gang nennt man Osmo­se (= Dif­fu­si­on von Mole­kü­len eines Lösungs­mit­tels durch eine semi­per­me­ab­le Membran).

Eini­ge Nasen­sprays, die für Kin­der geeig­net sind:

  1. Bepan­then Meer­was­ser Nasenspray
  2. Emser Nasen­spray
  3. Nasic Nasen­spray
  4. Olyn­th N 0,05%
  5. Rhi­no Spray Nasernspray
  6. Nasivin Nasen­spray, ohne Kon­ser­vie­rungs­stof­fe für Kleinkinder
  7. Ratio­pharm Nasen­Duo (Dex­pan­the­nol) für Kinder
  8. Nasen­spray AL 0,05%
  9. Nasic für Kinder

Säu­lings­schnup­fen

Bei Säug­lin­gen mit Schnup­fen sind nied­rig dosier­te Nasen­trop­fen bes­ser geeig­net als ein Spray. Holen Sie sich den Rat eines Kin­der­arz­tes ein.

Die Tech­nik bei der Ver­wen­dung eines Nasensprays

Vor dem ers­ten Gebrauch eines neu erwor­be­nen Nasen­sprays muss die­ses ein­ge­sprüht wer­den. Dazu wird der Behäl­ter senk­recht gehal­ten und der Pump­me­cha­nis­mus mehr­mals akti­viert, und zwar so lan­ge, bis ein gleich­mä­ßi­ger Sprüh­ne­bel ent­steht. Das Ergeb­nis die­ser Pro­ze­dur gewähr­leis­tet, dass mit jedem Sprüh­vor­gang eine gleich dosier­te Men­ge des Wirk­stoffs in die Nase kommt. Wenn man den Kopf beim Sprü­hen leicht nach unten neigt, so als wol­le man sich auf die Füße sehen, hat das zwei Vor­tei­le: Es wird ein effek­ti­ve­rer Sprüh­win­kel erreicht und die Flüs­sig­keit läuft nicht den Rachen herunter.

Für Kin­der nicht zu emp­feh­len – Nasen­spray in Quetschflaschen.

Die knautsch­ba­ren Fläsch­chen wer­den dafür kurz und kräf­tig zusam­men­ge­drückt und müs­sen auch gequetscht aus der Nase gezo­gen wer­den, weil sonst Nasen­se­kret in die Fla­sche geso­gen wird. Nicht rich­tig ange­wen­det kann aus dem Aero­sol schnell ein Strahl wer­den, wenn die Fla­sche kopf­über zum Ein­satz kommt.

Bevor ein Nasen­spray in die Nase gesprüht wird, emp­fiehlt es sich, die Nase zu put­zen, ein kur­zes Schnäu­zen reicht oft schon, um die Nasen­lö­cher zu reinigen.

Ihre Apo­the­ke steht Ihnen bei der Wahl eines Nasen­sprays für Ihren Nach­wuchs ger­ne mit Rat und Tat zur Seite.